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Ratgeber für Weingüter

Was kostet ein Onlineshop fürs Weingut? Einmalig und monatlich

Von Thilo Nieke, aktualisiert am

Kurz gesagt. Für ein Weingut mit bis zu 15 Weinen kostet ein Onlineshop bei uns einmalig 4.900 bis 7.900 € zzgl. MwSt. Laufend zahlst du Shopify 27 € im Monat bei jährlicher Zahlung, dazu Gebühren je Zahlung und die Domain. Im Rechenbeispiel unten sind das gut 50 € im Monat. Dazu kommen der Versand und etwas eigene Zeit.

Für ein Weingut mit bis zu 15 Weinen kostet ein Onlineshop bei uns einmalig 4.900 bis 7.900 € zzgl. MwSt. Was danach laufend anfällt, geht direkt an Shopify und die anderen Anbieter. Shopify verlangt im kleinsten Tarif 27 € im Monat bei jährlicher Zahlung und 36 € bei monatlicher. Mit Shopify Payments gehen von jeder Zahlung mit einer üblichen Karte 2,1 % plus 0,30 € ab. Dazu kommen die Domain (deine Adresse im Netz), der Vertrag mit dem Paketdienst und etwas Zeit von dir.

Was im Einmalpreis für den Shop enthalten ist

Die Spanne gilt für ein Weingut mit bis zu 15 Weinen. Dafür bekommst du:

  • die Website mit Startseite, Weinen, Weingut, Anfahrt und Kontakt, samt Texten, die wir mit dir schreiben
  • den Shop auf Shopify mit Bestellungen, Zahlung, Versand und einfachen Rechnungen
  • Grundpreis, Alkohol, Allergene und Sulfite an jedem Wein
  • das E-Label mit Zutaten und Nährwerten für Weine, die ab dem 8. Dezember 2023 hergestellt wurden, samt QR-Code fürs Etikett
  • den Hinweis auf die Altersprüfung, die dein Paketdienst bei der Zustellung macht
  • Versandregeln für Alkohol und Kartonpreise ab 6 und 12 Flaschen
  • deine Weine und Kunden, die wir aus Winestro oder Excel übernehmen
  • Impressum und Datenschutz eingebunden, dazu eine Seite, die am Handy schnell lädt

Bevor du etwas bezahlst, siehst du einen kostenlosen Entwurf: deine Startseite mit deinen Weinen, zum Anklicken. Bezahlt wird erst, wenn du ihn annimmst. Beim Aufbau brauchen wir dich etwa drei Stunden, verteilt auf Gespräch, Entwurf und Abnahme. Vom Gespräch bis zur Übergabe vergehen 3 bis 4 Wochen, plan den Start also nicht in die Lese. Wie so ein Shop fertig aussieht, zeigt unsere erfundene Demo Weingut Hoffelder. Dort legst du Weine in den Karton und klickst bis zur Kasse.

Wovon der Preis abhängt

Mit 13 Weinen, eigenen Fotos und einer Weinliste in Excel landest du am unteren Ende. Teurer wird es, wenn wir viele Fotos nachbearbeiten oder jeden Wein neu beschreiben. Das gilt auch, wenn deine Daten in einem Programm liegen, dessen Export wir noch nicht kennen. Zwei Werktage nach dem ersten Gespräch nennen wir dir einen Festpreis innerhalb der Spanne.

Mehr Weine und zusätzliche Bausteine kosten extra. Bei 16 bis 60 Weinen kostet ein Shop bei uns 5.500 bis 9.100 € zzgl. MwSt. Vier Beispiele aus unserem Preisrechner, jeweils einmalig und zzgl. MwSt.:

  • Weinproben online buchen, mit Terminen, Plätzen, Anzahlung und Warteliste: 400 bis 700 €
  • Anbindung an deine Winzersoftware: Bestellungen aus dem Shop landen in Winestro, Programme wie JTL oder Weinmann bekommen sie per Export und Import: 600 bis 1.200 €
  • Bereich für Gastronomie und Handel mit eigenen Preisen und Kauf auf Rechnung: 900 bis 1.600 €
  • Fototermin vor Ort, ein Tag im Weinberg und Keller: 1.800 bis 2.800 €, Anfahrt kommt dazu

E-Labels für ältere Jahrgänge, die schon im Handel sind, sind bei uns ein eigener Baustein für 300 bis 800 € zzgl. MwSt. Die Summe für deinen Betrieb rechnet der Preisrechner aus.

Wenn du Winestro nutzt, kommt dort womöglich ein Posten dazu. Laut Preisliste von Winestro kostet die Freigabe einer Schnittstelle zu einem fremden Shop einmalig 320 €, eine Shop-Schnittstelle 22 € im Monat, jeweils netto. Ob das bei deinem Vertrag anfällt, schauen wir uns vorher zusammen an.

Was Shopify im Monat kostet

Shopify ist ein großer Anbieter, bei dem du den Shop mietest. Das Konto läuft auf deinen Namen, und laut Shopify kannst du jederzeit kündigen. Um Server und Sicherheitsupdates kümmert sich Shopify, die Zahlungen wickelt es auch ab. Die Gebühr zahlst du direkt dorthin, wir verdienen daran nichts.

Der Tarif Basic kostet 27 € im Monat bei jährlicher Zahlung und 36 € bei monatlicher. Im Jahr sind das 324 € oder 432 €. Hosting und Sicherheitszertifikat sind enthalten, eine Einrichtungsgebühr gibt es nicht. Die größeren Tarife kosten bei jährlicher Zahlung 79 € und 289 € im Monat, sie senken dafür die Gebühr je Zahlung etwas. Ob Shopify darauf noch Steuer rechnet, steht auf der Preisseite nicht.

Was bei jedem Verkauf abgeht

Shopify Payments ist die Zahlungsabwicklung, die in Shopify eingebaut ist. Damit gehen im Tarif Basic laut Shopify 2,1 % plus 0,30 € je Zahlung mit einer üblichen Karte ab, bei Amex und ausländischen Karten 3,2 % plus 0,30 €, bei Klarna 2,99 % plus 0,35 €. Zahlt dein Kunde 120 € per Karte, bleiben davon 2,82 € bei Shopify.

PayPal rechnet selbst ab, in Deutschland laut PayPal 2,99 % plus 0,39 € je Zahlung. Bei 120 € sind das 3,98 €. Solange Shopify Payments aktiv ist, verlangt Shopify für PayPal nichts extra. Wird Shopify Payments für deinen Wein nicht freigegeben, kommen im Tarif Basic 2 % auf jede Zahlung über andere Anbieter dazu (Shopify-Hilfe), bei 12.000 € Umsatz rund 240 € im Jahr.

PayPal verlangt für den Verkauf alkoholischer Getränke eine Genehmigung. Rechne damit, dass auch andere Zahlungsanbieter nach der Anmeldung Unterlagen von dir sehen wollen. Wie lange die Prüfung dauert, sagen die Anbieter nicht. Fang damit deshalb an, sobald der Bau beginnt.

Domain, Rechtstexte und Versand

Eine .de-Adresse kostet bei großen Anbietern wie IONOS und STRATO nach dem Einstiegsangebot 12 bis 16 € im Jahr. Hast du schon eine Domain, nimmst du die mit.

Neben Impressum und Datenschutzerklärung braucht ein Shop eine Widerrufsbelehrung und Angaben zu Zahlung und Lieferung. Dazu kommt eine Schaltfläche „Vertrag widerrufen“, über die Kunden online widerrufen können. Die Schaltfläche bauen wir ein, die Texte binden wir ein. Kaufen musst du die Texte nicht. Das Gesetz sagt, was drinstehen muss, und für die Widerrufsbelehrung gibt es ein amtliches Muster, das du übernehmen kannst. Manche lassen die Texte vom Anwalt schreiben oder bezahlen einen Dienst, der sie bei Gesetzesänderungen anpasst. Vorgeschrieben ist das nicht.

Kartons, Einlagen und den Vertrag mit dem Paketdienst suchst du selbst aus, weil die Konditionen an deiner Menge hängen. Die Altersprüfung bei der Zustellung kostet dort meist einen Aufschlag. Das Porto gibst du über die Versandkosten an deine Kunden weiter, deshalb fehlt der Versand im Rechenbeispiel unten.

Die Zeit, die dich der Shop kostet

Rechnen wir mit 12 bis 15 Weinen. Der Jahrgangswechsel dauert etwa zehn Minuten je Wein, zusammen gut zwei Stunden. Nach einem Markttag oder Hoffest trägst du die verkauften Flaschen in zwei Minuten nach. Bestellungen kommen als Mail und als Lieferschein zum Ausdrucken, packen musst du weiter selbst. Übers Jahr sind das grob zwei bis vier Stunden. Packen und Fragen von Kunden kommen dazu, und die hängen davon ab, wie viel du verkaufst. Zum Vergleich: In unserem eigenen Weinshop waren es in fünf Jahren über 1.200 Bestellungen, rund 240 im Jahr, und jede davon musste jemand packen.

Den neuen Jahrgang kannst du uns auch per Sprachnachricht schicken. Dann tragen wir den Wein ein und legen die Pflichtangaben-Seite für den QR-Code an. Wie mehrere Jahrgänge eines Weins auf einer Seite stehen, jeder mit eigenem Preis und Bestand, zeigt die Demo Weingut Dehmer.

Einen Wartungsvertrag brauchst du nicht. Willst du später etwas ändern, das du nicht selbst hinbekommst, rechnen wir nach Aufwand ab.

Günstigere Wege und wann sie reichen

Winestro hat selbst einen Shop im Angebot. Der Winestro.Shop hat keine Grundgebühr und nimmt 15 % Provision je Verkauf. Wer keine Provision zahlen will, kann bei Winestro auch einen eingebundenen Shop einrichten lassen, laut Preisliste ab 1.800 € einmalig plus Webshop-Paket.

Grob gerechnet und ohne Steuer: Bei 10.000 € Umsatz im Jahr über den Shop wären das 1.500 € Provision. Der eigene Shop kostet bei diesem Umsatz laufend knapp 600 € im Jahr für Shopify, Kartengebühren und Domain. Die Differenz von rund 900 € holt den Einmalpreis von 4.900 € netto in gut fünf Jahren wieder rein, bei 20.000 € Umsatz in gut zwei Jahren. Am oberen Ende der Spanne dauert es länger. Verkaufst du online nur wenig, ist die Provision die günstigere Wahl.

Sollen die Bestellungen weiter in Winestro landen, kommen beim eigenen Shop noch die Anbindung dazu, die bei uns 600 bis 1.200 € kostet, und womöglich die Schnittstellengebühr von Winestro.

Außerdem gibt es Baukästen im Abo. Für eine Visitenkarte im Netz reicht so einer oft. Schau vorher nach, ob Grundpreis und Sulfite an jedem Wein, Versandregeln für Alkohol und die Übergabe an dein Kellerprogramm dabei sind. Du kannst Shopify auch selbst einrichten. Dann zahlst du nur die laufenden Kosten, musst dich aber selbst durch die Einstellungen arbeiten.

Was im Jahr laufend anfällt, einmal durchgerechnet

Angenommen, ein Weingut mit 13 Weinen zahlt Shopify jährlich und bekommt 100 Bestellungen im Jahr zu je 120 €, alle per Karte bezahlt. Kostenpflichtige Zusatz-Apps sind nicht eingerechnet.

  • Shop einmalig: 4.900 bis 7.900 € zzgl. MwSt.
  • Shopify Basic: 324 € im Jahr (Preisseite)
  • Kartengebühren: 100 mal 2,82 €, also 282 €
  • Domain: rund 15 €

Ab dem zweiten Jahr bleiben rund 620 € im Jahr, gut 50 € im Monat, dazu Versand und deine Zeit. Unser Preis ist netto, die Domainpreise enthalten MwSt., bei Shopify steht es nicht dabei. Ziehst du als pauschalierender Betrieb keine Vorsteuer einzeln ab, zählt für dich eher der Bruttopreis, beim Shop also 5.831 bis 9.401 €. Frag im Zweifel deinen Steuerberater. Kommt die Hälfte der Zahlungen über PayPal, sind es knapp 60 € mehr im Jahr. Die laufenden Kosten sind im ersten Jahr etwas niedriger, weil Shopify und die Domainanbieter Einstiegsangebote haben.

Deinen Preis ausrechnen

Im Preisrechner klickst du an, was dein Betrieb braucht, und siehst die Spanne. Anmelden musst du dich dafür nicht. Fragst du danach an, geht deine Auswahl gleich mit, und wir antworten selbst, innerhalb von 12 Stunden. Nach einem Gespräch von etwa 30 Minuten bekommst du den Festpreis und danach den kostenlosen Entwurf. Bezahlt wird erst, wenn du ihn annimmst. Preis für dein Weingut ausrechnen

Häufige Fragen

Was kostet ein Onlineshop für ein Weingut einmalig?

Bei WeinDaheim kostet ein Shop für ein Weingut mit bis zu 15 Weinen einmalig 4.900 bis 7.900 € zzgl. MwSt., mit Texten, Pflichtangaben an jedem Wein und Versandregeln für Alkohol. Bei 16 bis 60 Weinen kostet er bei WeinDaheim 5.500 bis 9.100 € zzgl. MwSt. Bezahlt wird erst, wenn du den kostenlosen Entwurf annimmst.

Was kostet ein Onlineshop für ein Weingut im Monat?

Shopify kostet im Tarif Basic 27 € im Monat bei jährlicher und 36 € bei monatlicher Zahlung, laut Shopify-Preisseite. Dazu kommen Gebühren je Zahlung und die Domain. Bei 100 Bestellungen im Jahr zu je 120 € sind das zusammen gut 50 € im Monat. Einen Wartungsvertrag brauchst du bei uns nicht.

Was kostet Shopify pro Verkauf?

Mit Shopify Payments im Tarif Basic 2,1 % plus 0,30 € je Zahlung mit einer üblichen Karte, 2,99 % plus 0,35 € mit Klarna (Shopify). PayPal rechnet selbst ab, 2,99 % plus 0,39 € je Zahlung. Bei einer Bestellung von 120 € sind das per Karte 2,82 €.

Warum kostet ein eigener Shop mehr als ein Baukasten?

Weil wir Texte, Pflichtangaben an jedem Wein und Versandregeln für Alkohol gleich einbauen und deine Weine aus Winestro oder Excel übernehmen. Beim Baukasten musst du selbst nachsehen, was davon dabei ist. Unsere Arbeit bezahlst du einmal, laufend kommen nur Shopify, die Zahlungsgebühren und die Domain dazu.

Quellen

  1. Shopify: Preise (Tarife und Zahlungsgebühren Deutschland), abgerufen 25.09.2026
  2. Shopify-Hilfe: Zahlungsanbieter von Drittanbietern, abgerufen 25.09.2026
  3. PayPal: Gebühren für Geschäftskunden, abgerufen 25.09.2026
  4. PayPal: Nutzungsrichtlinie, genehmigungspflichtige Aktivitäten, abgerufen 25.09.2026
  5. IONOS: .de-Domain, abgerufen 25.09.2026
  6. STRATO: .de-Domain, abgerufen 25.09.2026
  7. Winestro: Preise, abgerufen 25.09.2026
  8. § 356a BGB, Widerrufsfunktion, abgerufen 25.09.2026
  9. § 24 UStG, Durchschnittssätze für land- und forstwirtschaftliche Betriebe, abgerufen 25.09.2026
  10. Art. 246a § 1 EGBGB mit Verweis auf das Muster der Widerrufsbelehrung, abgerufen 25.09.2026
Thilo Nieke

Thilo Nieke

Thilo hat fünf Jahre lang WeinDaheim als eigenen Weinshop betrieben, mit über 1.200 Bestellungen, selbst gepackt und verschickt. Heute baut WeinDaheim Websites und Onlineshops für Weingüter, mit den Pflichtangaben, die er damals selbst herausfinden musste. Mehr über uns

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